Wie sollte man für das Theaterfechten trainieren?

Da es bei dem Theaterfechten mehr um die Kunst der Darstellung und weniger um den sportlichen Erfolg geht, gibt es beim Theaterfechten Besonderheiten, die beim Trainieren beachtet werden müssen.fencing-2139960_960_720

Hierbei ist es wichtig, dass die Sicherheit im Vordergrund steht. Auch wenn die benutzten Waffen nicht scharf, sondern stumpf sind, können bei der falschen Anwendung schwere Verletzungen entstehen, die nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Hierbei ist zu beachten, dass Hiebe wesentlich weniger verletzungsanfällig sind, da diese nur den geschürten Kopf oder die Schulter treffen. Außerdem sind Hiebe wesentlich einfacher abzuwehren und der Angreifer kann auch schneller ausweichen, wenn er oder sie sieht, dass der Hieb nicht pariert wird. Ganz anders ist es z.B. bei den Stichen in die Magengegend. Diesen kann oft nicht so einfach ausgewichen oder pariert werden und bergen daher ein höheres Verletzungsrisiko. Daher sollte die Attacke in der Choreographie genau abgestimmt sein, damit Verletzungen ausgeschlossen werden können.

Anders als bei Hieben sind Stiche auch für das Publikum nicht so attraktiv, da diese Attacken nicht so dramatisch aussehen. Anfänger sollten sich demnach zu Beginn nur auf das Anwenden von Hieben beschränken und erst nach und nach einzelne, gut abgesprochene Hiebe mit in die Choreographie aufnehmen.

Auch wenn das Theaterfechten eine Teamsportart ist, wird regelmäßiges Einzeltraining vorausgesetzt. Hierbei werden immer wieder auf das neue bestimme Hieb- und Stichtechniken geübt, welche später im “echten” Kampf eingesetzt werden können. Ähnlich wie beim Boxen können so Plastikkörper eingesetzt werden, die einen Gegner simulieren. So können neue Techniken ausprobieren und bereits gelernte verfestigt werden. Denn erst, wenn beide Kämpfer ihre Choreographien fest einstudiert haben, sollte man den gemeinsamen Kampf üben. Ohne vorheriges Einzeltraining ist dies schwierig, da beide die Choreographie nicht kennen und so das Verletzungsrisiko steigt.

Wer diese wenigen Regeln jedoch beachtet, der kann sich bei einem der vielen Vereine anmelden und mit dem Training beginnen.

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